DIN 18650 für automatische Türanlagen
Automatische Türsysteme in Deutschland genießen den weltweit höchsten Sicherheitsstandard. Mit der neuen DIN 18650, die nach kurzer Übergangszeit am 1. Juli 2006 in Kraft getreten ist, werden die Sicherheitsanforderungen der EU-Maschinenrichtlinie umgesetzt und der Stand der Technik neu beschrieben. Die umfangreiche Norm erfasst alle Sicherheitsaspekte automatischer Schiebe-, Drehflügel- und Karusselltüren.
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Die neuen Standards setzt der deutsche Hersteller Kaba Gallenschütz in seinen Produktfamilien Geryon (Sicherheitskarusselltüren) und Orthos (Personenschleusen) konsequent um. Die Änderungen betreffen Produkte, Leistungsumfang, Beratung und Inbetriebnahme, ebenso wie die jährliche Prüfung der Türen. Durch Anpassung der berührungslosen Sensorik sowie der Sicherheitsleisten erfüllen die Kaba-Türen die Standards der DIN 18650. Durch im Karusselltürbereich einmalige Bremssysteme ist Kaba technologischer Führer in der Antriebstechnologie. Eine projektbezogene Risikobeurteilung, die zwingend von geschultem Fachpersonal vorgenommen werden muss, ermöglicht eine Anpassung der Türen an die jeweilige Nutzergruppe. Bereits auf der BAU 2007 in München, einer der größten Baumessen, stellte Kaba als einziger Hersteller DIN 18650 konforme vollautomatische Karusselltüren aus. Auf der Sonderschau des ift-Rosenheim, eines der international bedeutendsten Prüf- und Akkreditierungsinstitute, wurden die Ausstattungsmerkmale einer Tür nach DIN 18650 präsentiert. |
DIN 18650 - Projektbezogene RisikobeurteilungIm Hinblick auf die Normeinhaltung ist ein Schwerpunkt auf die Schutzelemente zu legen. Jeder Anwendungsbereich hat seine eigenen Risiken. Deshalb gibt es für die Schutzausstattung kein Patentrezept. Ein entscheidender Faktor ist der Nutzerkreis: Ist die Tür nur für gesunde Erwachsene zugänglich oder können Kinder, ältere oder gebrechliche Personen in den Bereich der Tür gelangen? Um Planer und Betreiber bei der Auswahl der richtigen Ausstattung zu unterstützen, stellt Kaba die notwendigen Dokumente für eine Risikobeurteilung zur Verfügung. Das erleichtert die Planungs- und Vergabetätigkeit und konkretisiert über klare Vorgaben frühzeitig schon die Rahmenbedingungen, die letztlich eine Entscheidung vereinfachen. Mit dieser Checkliste werden schon in der Planungsphase alle Aspekte der künftigen Türanlage durchgesprochen und die entsprechenden Ausstattungsmerkmale definiert. Dadurch lassen sich kritische Punkte bereits im Vorfeld identifizieren, was später zu einer reibungslosen Ausführung beiträgt. Bei Karusselltüren werden folgende Dokumente von Kaba eingesetzt: Risikobeurteilung: Hier wird gemeinsam mit dem Betreiber der Nutzerkreis der Tür festgelegt. Dies ist zu erledigen, bevor die Tür bestellt wird. Unterschieden wird grundsätzlich in „Öffentlicher Bereich“ und „Nicht öffentlicher Bereich". „Nicht öffentlicher Bereich" bedeutet, dass sowohl die Nutzung als auch der Zugang zur Tür, nur durch eingewiesene Personen oder in Begleitung eingewiesener Personen vorgesehen ist. Sicherheitskarusselltüren (Zutrittskontrollanlage „Geryon") stehen häufig in einem Mischbereich und müssen daher dem öffentlichen Bereich zugerechnet werden. Windfangtüren (Karusselltür bzw. Rundschiebetür „Talos") stehen fast immer im öffentlichen Bereich. In der Risikobeurteilung werden zusätzliche Schutzmaßnahmen definiert, da die Grundausstattung der Tür meist nicht die DIN 18650 für den öffentlichen Bereich erfüllt. |
Maßnahmen zur Erhaltung der Türsicherheit sind: Jährliche Sachkundigenprüfung: Um die Betriebssicherheit der Tür zu gewährleisten, ist eine jährliche Sachkundigenprüfung erforderlich, bei Fluchtwegtüren wird eine halbjährliche Prüfung empfohlen. Prüfbuch: Sachkundigenprüfliste: Beispielhaft sind nachfolgend die Schutzausstattungen an einer vierflügeligen Karusselltür aufgeführt. Risikobeurteilung an automatischen Türen Talos RDR mit Antrieb G4-SA3 |
Bild: Schutzausstattung an Karusselltüren > Ø3700 mm bis Ø4800 (Außen-Ø4920 mm) |
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Zur Erläuterung der einzelnen Schutzausstattungen an Karusselltüren klicken Sie bitte hier. |
DIN 18650 - Vom TÜV Nord geprüft und für gut befunden...Aktuelle TÜV-Baumusterprüfzertifikate und -bescheinigungen für die Kaba Drehtüren und Türflügelkreuze dokumentieren den Nachweis der DIN 18650 und zeigen mögliche Sicherungsmaßnahmen auf. |
DIN 18650 - Verantwortung geregeltDurch die Risikobeurteilung ist die Verantwortung von Hersteller (Kaba Gallenschütz), Inverkehrbringer (Kaba GmbH) und Betreiber geregelt.
Der Inverkehrbringer hat technisch einwandfreie Produkte nach dem jeweiligen Stand der Technik zu liefern. Der Betreiber muss dafür sorgen, dass die Türanlage sich jederzeit in einem betriebssicheren Zustand befindet. Allein aus Gründen der Rechtssicherheit macht es also Sinn, ältere Türen nachzurüsten. Die jährliche Sicherheitsüberprüfung und Wartung der Tür ist inzwischen schon ein Muss. |
DIN 18650 - Vorteile für Nutzer und BetreiberAus der DIN 18650 ergeben sich entscheidende Vorteile für Nutzer und Betreiber:
Auch auf die Optik nimmt Kaba Rücksicht:
Rufen Sie uns an +49 6103 9907 - 111. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Neue Ausschreibungstexte mit entsprechenden Hinweisen zur Absicherung nach DIN 18650 finden Sie für Ihre Türanlage unter folgendem Link. |
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Kaba GmbH
Telefon: +49 6103 9907-111
E-Mail: sicherheitstueren@ksd.kaba.com - Weitere Kontaktinformationen
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