Kaba sponsort Landesgartenschau 2010

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Großereignis Landesgartenschau: Eine Stadt blüht auf

Im kommenden Jahr feiert Baden-Württemberg eine 30-jährige Erfolgsgeschichte: Um positive Effekte für die Stadtentwicklung auch in Mittel- und Kleinstädten nutzen zu können, „erfand“ man vor drei Jahrzehnten die Landesgartenschauen. Die erste führten 1980 die beiden Städte Ulm und Neu-Ulm gemeinsam durch. Jede darauf folgende Gartenschau hatte ein eigenes individuelles Konzept, welches auf die Situation und den Bedarf der jeweiligen Stadt zugeschnitten war. Mit der nächsten Landesgartenschau vom 12. Mai bis zum 10. Oktober 2010 in Villingen-Schwenningen wird das 30jährige Jubiläum der Blumenfestivals begangen.

Seit dem Zusammenschluß des badischen Villingen mit dem württembergischen Schwenningen im Zuge der Gemeindereform im Jahre 1972 zu einer Doppelstadt ist Villingen-Schwenningen die einzige richtige Baden-Württemberg-Stadt im viel gepriesenen Musterländle. Das Großereignis Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen dauert genau 152 Tage. Für die Landesgartenschau unter dem Motto „Die Natur verbindet“ werden Kosten von 26,1 Millionen Euro entstehen.

Gartenschau als Konzept und Motor der Stadtentwicklung
Mit der Umsetzung des Konzeptes zur Gartenschau wurde in Villingen-Schwenningen im September 2007 begonnen. Im Stadtbezirk Schwenningen entsteht zurzeit durch eine Umweltsanierung zwischen dem Naturschutzgebiet Moos, dem schon bestehenden Park Möglingshöhe und einem Industriegelände beim Bahnhof eine zusammenhängende blühende Parklandschaft von insgesamt 24 Hektar Fläche. Nach der Gartenschau ist diese Parklandschaft ein Stadt(t)raum für Erholung, Spiel und Spaß. Mitten in dieser neu geschaffenen Daueranlage befindet sich auch die historische Neckarquelle. Hier entspringt in einer neu gefaßten Quelle der Neckar, der nach 367 Kilometern bei Mannheim in den Rhein mündet. Der jetzige Standort der Quelle wurde schon vor 400 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Der württembergische Herzog Ludwig hatte hier einen Stein mit der Aufschrift „Das ist des Neccars Ursprung“ aufstellen lassen. Am 17. Oktober 1822 hatte bei einem Besuch in Schwenningen am Neckar (wie der heutige Stadtbezirk Schwenningen der Doppelstadt bis zur Verschmelzung mit Villingen offiziell hieß) der damalige württembergische König Wilhelm I. der Quelle ebenfalls einen Besuch abgestattet. Majestät wird überliefert, „geruhte mehrere Augenblicke zu verweilen und aus der Quelle zu trinken“ und außerdem all seinen Untertanen zu empfehlen, einmal im Leben die Neckarquelle zu besuchen. Er muß dabei wohl weit vorausblickend an die Landesgartenschau 2010 gedacht haben, über deren Gelände der junge Neckar auf einer Länge von fast einem Kilometer dahin plätschert und die Besucher zum Verweilen ermuntert. Für die Gartenschau wird das bisher in Kanalrohre versteckte (verdolte) Bachbett wieder freigelegt, damit der Neckar sozusagen wieder in seinem Ursprungsbereich das Tageslicht erblickt. Für ihn und die Gartenschaubesucher also eine wahre Premiere.

Das Gelände der Landesgartenschau verändert fast täglich sein Aussehen. Allein für den neu entstehenden Neckarpark als Teil des Gartenschaugeländes mussten schon 250.000 Tonnen Erdaushub abtransportiert werden. Bei den Erdbewegungen entstand mit fünf Metern Tiefe und einer Breite von 15 Metern die Moosbachschlucht auf dem Gartenschaugelände. Sie wird bereits heute scherzhaft als „die kleinste Schlucht Europas“ bezeichnet. Damit es zum Beginn der Gartenschau so richtig grünt und blüht, wurden schon 400 neue Bäume gepflanzt, 68.000 Sträucher und Stauden kommen noch dazu. Tausende von Blumenzwiebeln warten darauf, in den Boden zu kommen. Attraktive Hallenschauen, Informationsbeiträge und Veranstaltungen der gärtnerischen Berufsverbände und vieler anderer Organisationen runden das Gartenschau-Programm im nächsten Jahr ab.

Lebensfreude pur an 152 Tagen
Ein Rundweg von 3,2 Kilometer Länge führt an mehr als 40 verschiedenen Stationen zum Verweilen, Staunen und Lernen entlang. Der Besucher erlebt eine üppige Farbenpracht und Vielfalt von Frühlingsbeeten, Sommerblumen und herbstlichen Blütenträumen. Blumenschauen wechseln im Rhythmus von zwei Wochen ab. Sie werden von Gärtnern und Floristen inszeniert mit floristischen Glanzleistungen und neuesten Trends.

Ein bunter Mix aus Event, Unterhaltung und Information erwartet die Besucher auf einer großen Showbühne, im Treffpunkt Baden-Württemberg, im Pavillon Stadt/Landkreis, beim Landfrauenverband und vielen anderen Treffs. Sich informieren, Neues sehen und hören können die Besucher dazu bei jedem Wetter auch im „Treffpunkt Grün“ und in den Hallenschauen. Sie werden unter anderem die „Kirche im Grünen“ entdecken, außerdem Gartenkunst, Gartenkabinette, den Lerngarten der Volkshochschule, den B(a)arfußpfad des Schwäbischen Albvereins und Europas größtes mobiles Großaquarium.

Das Gartenschaugelände ist zudem ein Paradies für Kinder: In der Spielarena beim Klettern, an Wasserspielen, auf dem Naturspielplatz der Neckarinsel und auf Spielgeräten im Neckarpark. Kindertheatervorstellungen, interaktive Musikerlebnisse und Aktionstage stehen zusätzlich auf dem Programm für die jungen Gäste. Das „Grüne Klassenzimmer“ steht Schulklassen aus dem ganzen Land offen.

Gemütliche Lokale mit individuellem Ambiente und beschaulichen Ecken sind zu finden beim „Altem Stellwerk“, bei der „Biwakschachtel“, im „Glashaus“ und in weiteren Bistros und Kiosken.

Insgesamt sind mehr als 1.000 Veranstaltungen für jeden Geschmack geplant: Konzerte und Märkte, Lichterfeste und Musikfestivals, Kirchenbeiträge, Folklore und klassische Konzerte, Komödien und Kinderfeste, Kunstbeiträge und Städtetage. Der SWR4 wird auf der Hauptbühne mit Musik und Themensendungen an drei Tagen im Monat für Unterhaltung sorgen. Die Dauerkarte zum Vorverkaufpreis von 85 Euro verleitet zum Nachrechnen, das bei mehr als 1000 Veranstaltungen jede Veranstaltung zum Eintrittspreis von acht Cent zugänglich ist.

Weitere Information finden Sie unter www.lgs-vs2010.de